„The Illusion of Abundance“

Film (2022 / 58 Minuten / Span, Port, Eng mit dt. UT) und Gespräch mit lokalen Klimaaktivist*innen am Montag, 08. Mai um 18.30 Uhr im Puschkino (Kardinal-Albrecht-Straße 6, 06108 Halle)

„Who are the new conquistadors? How far are they willing to go? Who is resisting?“ The Illusion of Abundance zeigt den unermüdlichen Kampf dreier mutiger Umweltaktivistinnen aus Peru, Honduras und Brasilien im Kampf gegen die globale Umweltzerstörung. Den Film zeigen wir in den Originalsprachen mit deutschen Untertiteln. Anschließend möchten wir mit lokalen Klimaaktivist*innen und mit Euch ins Gespräch kommen.

Hier findet ihr den Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=kTAHHVtaZpM und hier die offizielle Filmseite: https://www.theillusionofabundance.earth/

Der Film findet in Kooperation mit dem Friedenskreis als Auftakt der fortlaufenden Veranstaltungsreihe GLOBAL TROUBLE – GLOBALE RESPONSIBILITIES (Globale Probleme – Globale Verantwortlichkeiten) statt. Der Eintritt ist auf Spendenbasis. Wir freuen uns auf euch!!!

Ecuador 2019-2022: Erneuerung der Politik von unten links

Vortrag und Diskussion mit Dr. Marco Palladines
Dienstag 15.11.2022 um 19 Uhr im Café Polenka

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Nach dem Untergang der sozialistischen Regierung um Rafael Correas, im am dichtesten bevölkerten Land Südamerikas haben neoliberale und konservative Kräfte die Macht zurückerlangt. Der Sozialismus um Correa wurde politisch verfolgt und und in seine Einzelteile zerlegt. Doch es gibt auch eine sich entwickelnde Gegenbewegung zu der amtierenden Regierung. Die ecuadorianische Politik wurde seit 2019 von zwei nationalen Streiks erschüttert. Bei den Streiks beteiligen sich sowohl indigene Gruppen vom Dachverband CONAIE, die trans-feministische Bewegung, die nationale Anti-Bergbau-Front, Nachbarschafts-, Studenten- und Arbeiterorganisationen, die eine Erneuerung der Politik von unten links anstreben.

Der Vortrag wird von Marco Paladines gehalten. Er ist Soziologe und Aktivist und hat an der TU Berlin über die zeitgenössische indigene Architektur in Bolivien promoviert. Wir feuen uns auf Euch und die gemeinsame Diskussion!

QUEM DE DIREITO

Filmvorführung und Regiegespräch mit Ana Galizia

Kurzfilm, 21 Min., Brasilien 2022, OmeU am Mittwoch, 31. August 2022 um 19 Uhr in der Lernwerkstatt Erziehungswissenschaften

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Seit Jahrzehnten streiten Einwohner*innen von Guapiaçu für ihr Recht auf Land. Heute wehren sie sich gegen den Bau eines Staudamms, durch den die kleine Gemeinde im Bundesstaat Rio de Janeiro geflutet würde. Neben katastrophalen Umweltauswirkungen hätte das Projekt die Arbeitslosigkeit vieler Landwirt*innen zur Folge.

Der Kurzfilm von Ana Galizia zeigt anhand von Archivmaterial und Interviews die Kontinuität zwischen den Kämpfen um Land und Wasser auf. Im Anschluss an die Filmvorführung steht die Regisseurin per Videozuschaltung für Fragen zur Verfügung. Das Gespräch findet auf portugiesisch mit deutscher Übersetzung statt. An der Veranstaltung werden auch zwei Vertreter*innen der brasilianischen Landlosenbewegung teilnehmen und uns als Gesprächspartner*innen zur Verfügung stehen.

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Die Veranstaltung des Solidaridad e.V. findet im Rahmen der Konferenzwoche „Inseln der Utopie – zwischen Selbstbestimmung und Repression“ zur brasilianischen Landlosenbewegung MST (mehr Infos unter: https://amerika21.de/termin/2022/08/259563/mst-soli-konferenz) statt.

Was ist los in Kolumbien: Auf dem Weg zum Frieden oder doch im Kriegszustand

WIE IST DIE POLITISCHE LAGE UND DIE SITUATION DER MENSCHENRECHTSVERTEIDIGER*INNEN UND DER SOZIALEN BEWEGUNGEN IN KOLUMBIEN?

EIN GESPRÄCH MIT SONIA LOPÉZ VON DER STIFTUNG FÜR MENSCHENRECHTE «JOEL SIERRA», organisiert von aprender juntos e.V.

Die Veranstaltung in Halle findet am Mittwoch, 30.3. um 19h im Lila Drachen statt (spanisch mit deutscher Übersetzung). Im Anschluss ist Raum für Kennenlernen und Vernetzung.

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Seit Ende 2021 haben sich in Arauca und in den Grenzregionen zu Venezuela die Auseinandersetzungen zwischen Staat und Guerilla nochmals deutlich verschärft, ebenso die gerichtlichen Verfolgungen und die Gewalt gegen soziale Bewegungen und ihrer Sprecher:innen. Die sozialen Bewegungen sind nicht nur mit der Stigmatisierung und gerichtlichen Verfolgung durch den Staat konfrontiert, sondern auch mit zunehmenden Fällen von Drohungen, Angriffen und Ermordungen, wie zum Beispiel der Autobombenanschlag vom 19. Januar 2022 gegen den Sitz von mehreren sozialen Organisationen in Saravena, Arauca. Bei diesem Anschlag kam eine Person ums Leben und mehrere wurden verletzt.

Angesichts dieser anhaltenden und sich verschärfenden Kriegssituation unternimmt Sonia López, Präsidentin der Stiftung für Menschenrechte «Joel Sierra», eine Reise nach Europa, um über die politische Lage, der Verfolgung und Auslöschung politischer Aktivist:innen und Bewegungen sowie über die Perspektiven und Hoffnungen der aktuellen Wahlen, zu berichten.

Die Stiftung Joel Sierra wurde in 1996 in Arauca gegründeten. Sie setzt sich für die Einhaltung der Menschenrechte ein, berät und begleitet Opfer und soziale Organisationen und fördert die Bildung der Gemeinschaften in Menschenrechtsfragen.

EINTRITT FREI, SPENDEN GEHEN ZWECKS GEBÄUDE-RESTAURATION NACH ARAUCA

„Cada 30 horas“

Dokumentarfilm (2016 / 73 Min / span. mit dt. UT) von Alejandra Perdomo
Im Anschluss Gespräch mit Danielle Knuth / Solidaridad e.V.

Sonntag, 25.07.2021 um 19 Uhr Am Galgenberg 2 (ZELT), 06118 Halle

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Bei dem argentinischen Dokumentarfilm „Cada 30 Horas“ handelt es sich um einen sozialkritischen Beitrag, der prägnant zeigt, wie Gewalt gegenüber Frauen bis hin zu Femiziden in Argentinien zum Alltag gehören. Alle 30 Stunden wird eine Frau Opfer geschlechtsbezogener Gewalt. Der Dokumentarfilm behandelt diese Thematik, indem Angehörige der Opfer und Vertreter verschiedener Organisationen interviewt werden. Mit ihrer Arbeit schafft es die Regisseurin Alejandra Perdomo nicht nur, die Aufmerksamkeit des Publikums auf ein so wichtiges Thema zu lenken, sondern regt auch dazu an, die aktuelle und teils schockierende Situation in Argentinien zu reflektieren.

Trailer (auf Spanisch): https://www.youtube.com/watch?v=ZUdXGfrmyuM

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Eine Veranstaltung im Rahmen des Feminismen Festivals: https://www.feminismen.de/

„RePresente – Die Zukunft ist jetzt!“

Filmabend und anschließendes Gespräch mit den Regisseur*innen Dario Farcy, Bettina Müller und Tina Wilke am Freitag den 25.9. um 19 Uhr in der Galle (Am Galgenberg 2)

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RePresente dokumentiert diverse Stimmen und Bilder des Feminismus, der selbstverwalteten und kooperativen Ökonomien sowie der ökologischen und gemeinschaftsgestützten Landwirtschaft Argentiniens. Die Protagonist*innen dieser Geschichten sind Mitglieder sozialer Bewegungen und Organisationen Argentiniens, die die Kämpfe der letzten Jahre geführt haben und tagtäglich immer wieder tragfähige Alternativen zum krisengeschüttelten, neoliberalen und neokolonialen System aufbauen.Wir freuen uns sehr diesen wunderbaren Film mit euch zu teilen und auf eine spannende Diskussion im Anschluss!

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RePresente ist das Resultat einer einjährigen transatlantischen Kollaboration zwischen den deutschen und argentinischen alternativen Medienkollektiven Graswurzel.tv des Moving Media e.V., Compos, Emergentes und Proyecto Coopar, die ihren Ursprung in den intensiven Tagen des G20-Gipfels im Dezember 2018 in Buenos Aires hat. Dokumentarfilm, 60 min, 2020
Sprache: Spanisch, Untertitel: deutsch oder englisch www.representefilm.org

Eine Veranstaltung im Rahmen der Langen Woche der Nachhaltigkeit! www.kosa21.de/aktionswochen/lange-woche-nachhaltigkeit

Inseln der Utopie zwischen Selbstbestimmung und Repression

Unser Motto „Inseln der Utopie- Zwischen Selbstbestimmung und Repression“ beschreibt unseren Anspruch verschiedenen kleineren und größeren Projekten in Halle und in Brasilien Raum zur Darstellung zu geben. Zentral dabei ist die Konferenz der Freundinnen und Freunde der Landlosenbewegung MST in Europa. Hier gibt es eine Unterstützungstagung vom 21.-22.03.2020. Drum herum ist ein vielfältiges Begleitprogramm für die Tagungsteilnehmenden und Interessierten aus Halle und Umgebung. Wir freuen uns euch ein vielfältiges und interessantes Begleitprogramm anbieten zu können.

Soliabend mit Solidaridad e.V.

Liebe Freunde und Interessierte des Solidaridad e.V.,

Nachdem der letzte Soliabend schon eine ganze Weile her ist, freuen wir uns Euch am 8.November ganz herzlich in die Goldene Rose einzuladen! Es wird Raum für politischen Input und für unsere Arbeit hier vor Ort geben, bevor es mit Musik in den Abend hineingeht. Solidarisiert euch, informiert Euch und feiert mit uns!

Programm:

– 17:00 Uhr Workshop zum kreativen Straßenprotest –
In Zusammenarbeit mit der Initiative Für weltoffene Nachbarschaft möchten wir eine Einführung geben in die Kunst der erfolgreichen Vermittlung von Inhalten via Banner / Transpis und ein paar Tipps geben, wie das ganze auch mit wenig Aufwand umgesetzt werden kann. Wir werden Materialien dabei haben, es dürfen sehr gern eigene Wünsche und Ideen mitgebracht werden – wir freuen uns über einen gegenseitigen Austausch!

– 18:30 Kurzfilm „Ausbeutung und Widerstand im Plastikmeer“ mit anschließendem Gespräch mit den Interbrigadas aus Berlin –
Etwa 100.000 migrantische Landarbeiter*innen arbeiten unter widrigsten Bedingungen in den Gewächshäusern und Abpackhallen von Almería (Südspanien), Europas größte Anbaufläche für Treibhausgemüse. Ausbeutung, Rassismus und Diskriminierung sind an der Tagesordnung. Die Interbrigadas sind seit vielen Jahren vor Ort mit der dortigen Gewerkschaft Soc-Sat vernetzt und werden uns von ihrer Arbeit berichten.

Der politische Input wird ergänzt durch einen Kurzinput zum Thema „Brasilien unter Bolsonaro“, dem amtierenden Präsident Brasiliens. Sein politischer Stil wird zwischen rechtspopulistisch bis faschistisch eingeordnet. Wir wollen kurz erzählen, wie die aktuelle Lage aussieht und auf die MST Unterstützerkonferenz hinweisen, die im März in Halle stattfinden wird. –

Bevor es zur Musik übergeht möchten wir von unserer Vereinsarbeit erzählen und unser selbst zubereitetes Buffet eröffnen! Natürlich könnt ihr im Laufe des Abends immer wieder mit uns ins Gespräch kommen.

– Ab 21:00 Musik –
Es spielt der Sänger Felix Laros aus Halle und im Anschluss die Band Radio Willoh (Gitarren, Bass, Akkordeon, Cajón und Gesang aus Dtl und Lateinamerika).
Danach wird uns das DJ Team von Glück und Musik – auf Radio Corax 95.9 durch die Nacht begleiten.

Kommt vorbei, bringt interessierte Menschen mit, wir freuen uns!
Euer solidaridad e.V.


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Die Veranstaltung wird unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt

Wir behalten es uns als Veranstalter vor, gemäß den §§ 6, 10 VersammlG LSA von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und nationalistische, sexistische, rassistische, homophobe, inter- und transfeindliche Personen sowie Verschwörungsideolog*innen und Querfrontler*innen aller Art und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Gespräch zum Buen Vivir

Buen Vivir – Orte, Übersetzungen und die Möglichkeit von Kritik

Gespräch mit Dr. Philipp Altmann (Universidad Central del Ecuador) und Dr. Stefan Knauß (Universität Erfurt)

Das buen vivir (grob übersetzt als Gutes Leben oder gut leben) hat eine beeindruckende Karriere gemacht. Als Sumak Kawsay/Alli Kawsay in Ecuador und Sumak Qamaña in Bolivien ist es seit den 1990ern ein Schlüsselbegriff der sozialen Bewegungen der Indigenen, der die Forderungen nach territorialer Autonomie und Selbstverwaltung der indigenen Gemeinden bündelt. Seit den frühen 2000ern und vor allem nach den neuen Verfassungen Ecuadors (2008) und Boliviens (2009) hat sich dieser Begriff zuerst in der lokalen Politik und dann auch international etabliert. Dafür waren Übersetzungsprozesse nötig, die das buen vivir erst in der nationalen Politik Ecuadors und, als vivir bien, Boliviens und anschließend in -vor allem ökologischen- Debatten außerhalb des Andenraums verankert haben. Diese Übersetzungsprozesse liefen über konkrete Akteure, die in bestimmten Momenten an spezifische Diskurse anschließen konnten – und fähig waren, das buen vivir inhaltlich an die Debatten vor Ort anzupassen. Die lokalen Inhalte in Bezug auf territoriale Autonomie verschwanden, für die Indigenen politisch sekundäre Themen -wie das Gleichgewicht zwischen Natur und Mensch- wurden überbetont.

Lokal in Deutschland kann man also drei Versionen des buen vivir gegenüberstellen: die Version der Indigenenbewegung, die Version der Übersetzer, vor allem Acosta und Gudynas, und die schließlich lokalisierte Version vor Ort. Die Zielsetzung des Vortrags ist es, die Logik der Übersetzung zu verstehen, ohne die verschiedenen Versionen zu essentialisieren. Dazu werden die indigene Version und die Version der Übersetzer durch Kurzvorträge und Kurzzitate vorgestellt und diskutiert und anschließend die möglichen lokalen Umsetzungen erarbeitet. Dabei wird besonderes Augenmerk auf Prozesse der Übersetzung gelegt. Ab wann müssen wir sie als Aneignungen verstehen. Wann ist es nötig, die Verwendung des Konzepts buen vivir zu kritisieren und auf Basis welcher eigenen Sprecherposition kann das getan werden.

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Mit freundlicher Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung – Vielen Dank!