Globale im September: Chocolate de Paz

Die Friedensgemeinde „San José de Apartadó“ in Kolumbien weigert sich seit Jahren, Partei für eine der im bewaffneten Konflikt beteiligten Gruppen zu ergreifen – Paramilitärs, Guerillagruppen oder die Armee – und kämpft mit gewaltfreien Mitteln für ein Leben in Frieden. Anhand persönlicher Geschichten erzählt der Film von ihrer Suche nach Frieden, wobei sie immer wieder Bedrohungen von Seiten der Regierung, Paramilitärs und Guerillagruppen ausgesetzt sind.

Im Anschluss an den Film möchten wir mit Frau Heike Kammer ins Gespräch kommen, einer langjährigen Mitarbeiterin der Organisation peace brigades international (pbi) und
Theaterpädagogin. Frau Kammer wird ihren persönlichen Kontakt zur Friedensgemeinde in San José de Apartadó schildern und Fragen gern beantworten.
Außerdem laden wir Sie herzlich zu einer Schokoladenverköstigung ein.

FilmpartnerInnen: Weltladen Halle (Eine Welt e.V.) und solidaridad e.V. zusammen mit peace brigades international

Eintritt: 3 Euro
Mehr Informationen: www.globale-in-halle.de

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Die Filmreihe globale in Halle ist eine gemeinsame Initiative mehrerer hallescher Vereine und NGOs. Die ausgewählten Filme vermitteln Zusammenhänge und Hintergründe der Globalisierung. Dabei wird die weltweite Realität von Ausbeutung, Entrechtung und Umweltzerstörung dargestellt, aber auch über die vielseitigen Strategien des Widerstands berichtet und Lösungen für eine bessere Welt aufgezeigt. Mit einem Rahmenprogramm zu den jeweiligen Filmen wollen wir zusätzlich Denkanstöße geben, Menschen zusammenbringen und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.

Globale im Mai: Humano

– Eine Kamera, 200 Fragen –

Wo liegt der Ursprung des Menschen? Was ist der Grund unserer Existenz?

Im Film Humano dokumentiert der Regisseur Alan Stivelman drei Monate lang seine Reise durch die Anden. Er begegnet einem Schamanen, der ihm zeigt, dass er – bevor er seine Fragen beantworten kann – zuerst lernen muss, Mensch zu sein. Drehbuch dieser intimen Dokumentation waren das Herz des Regisseurs, sein Heft voller Fragen und der Schamane Plácido. Sie sind die Protagonisten dieser einzigartigen Reise in die Tiefen des Unbewussten.

HUMANO lädt ein, deine eigene Reise zu leben, die innere Suche, um die Antwort auf die unbequemste aller Frage unserer globalisierten Welt zu entdecken: Wer bin ich?

Filmpartner im Mai ist der Solidaridad e.V.

Zur Einstimmung auf den Film reden wir mit der Master-Studentin Emilia Portaluppi, die aus Ecuador stammt. Schwerpunkt ihres Studiums an der MLU ist der andine Kulturraum und indigene Kultur.

Regie: Alan Stivelman
Filmlänge: 87 Minuten
Produktionsjahr: 2013
Produktionsland: Argentinien
Sprache: Spanisch & Quechua mit deutschen Untertiteln

weitere Informationen zum Film:
Link zur Webseite: www.humanofilm.com
Link zum Filmtrailer: https://www.youtube.com/watch?v=X1biNkleCqU

Selbstverständnis der Flmreihe“globale in Halle“
Die Filmreihe „globale in Halle“ ist eine gemeinsame Initiative mehrerer hallescher Vereine und NGOs. Die ausgewählten Filme vermitteln Zusammenhänge und Hintergründe der Globalisierung. Dabei wird die weltweite Realität von Ausbeutung, Entrechtung und Umweltzerstörung dargestellt, aber auch über die vielseitigen Strategien des Widerstands berichtet und Lösungen für eine bessere Welt aufgezeigt. Mit einem Rahmenprogramm zu den jeweiligen Filmen wollen wir zusätzlich Denkanstöße geben, Menschen zusammenbringen und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.

Globale im Mai: Hija de la Laguna – Daughter of the Lake

Im Dokumentarfilm „Hija de la Laguna“ geht es um eine Thematik und einen Kampf, wie es ihn aktuell in verschiedenen Teilen Lateinamerikas gibt. Im Anschluss an den Film werden wir über Skype mit dem peruanischen Regisseur und Dokumentarfilmer Ernesto Cabellos Damián sprechen können.

Filmpartner im Mai ist der Solidaridad e.V.

Nelida ist in der Lage, mit den Geistern der Natur zu kommunizieren. Sie sieht sich als Tochter der Seen, die ihr Dorf in den Anden umgeben. Doch nahe der Lagune Nélidas wurde eine milliardenschwere Goldlagerstätte entdeckt. Yanacocha, die größte Bergbaugesellschaft Lateinamerikas, plant den Abbau des Goldes, unterstützt von der peruanischen Regierung. Die ansässigen Bauern fürchten um das Wasser der Lagune und ihre Lebensgrundlage. Gleichzeitig müssen sie sich nicht nur den politischen und wirtschaftlichen Mächten stellen, sondern auch den Menschen in ihren Gemeinden, denen die Mine Arbeit gegeben hat. Trotz der Schwierigkeiten bleibt Nelida entschlossen, sich dem Bergwerk und der Polizei entgegen zu stellen und nutzt ihre Kräfte für den Kampf um Gerechtigkeit.

Hija de la Laguna – Daughter of the lake – Tochter der Seen
Die Geschichte eines Kampfes gegen den Bergbau

Erscheinungsjahr: 2015
Land: Peru
Regisseur: Ernesto Cabellos Damián
Länge: 88 min
Sprache: Spanisch mit deutschen Untertiteln

Link zum Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=ikrmt1QWGqE /
Link zur Homepage des Films: http://www.daughterofthelake.pe/

Selbstverständnis der Flmreihe“globale in Halle“
Die Filmreihe „globale in Halle“ ist eine gemeinsame Initiative mehrerer hallescher Vereine und NGOs. Die ausgewählten Filme vermitteln Zusammenhänge und Hintergründe der Globalisierung. Dabei wird die weltweite Realität von Ausbeutung, Entrechtung und Umweltzerstörung dargestellt, aber auch über die vielseitigen Strategien des Widerstands berichtet und Lösungen für eine bessere Welt aufgezeigt. Mit einem Rahmenprogramm zu den jeweiligen Filmen wollen wir zusätzlich Denkanstöße geben, Menschen zusammenbringen und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen.

Dokumentation 9.70 – Film und Gespräch

Filmreihe “Globale in Halle” im März 2015

9.70

Filmpräsentation und Hintergrundgespräch

Referent: Thorsten Schulz (Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika)
Wann: 09.03.2015, 20 Uhr
Wo: Luchs.Kino am Zoo

Die Dokumentation „9.70“ erzählt die Geschichte des Freihandelsabkommens zwischen Kolumbien und den USA und dessen Auswirkungen auf kolumbianische Kleinbauern. Im Rahmen des Abkommens wurde im Jahr 2010 die Richtlinie 9.70 erschaffen: Alle nicht registrierten Pflanzensorten in Kolumbien wurden grundsätzlich verboten und die Bauern so dazu gezwungen, neues zertifiziertes Saatgut zu kaufen. So wurde beispielsweise Reis, der von kolumbianischen Kleinbauern traditionell für die Aussaat im nächsten Jahr aufgehoben wird, tonnenweise vernichtet und den Bauern mit Gefängnis gedroht. Erst durch die Ausstrahlung des Dokumentarfilms im nationalen Fernsehen und aufgrund massiver anhaltender Proteste ist die Richtlinie seit 2013 nun teilweise außer Kraft gesetzt.

Die Verordnung 9.70 ist in direktem Zusammenhang mit den Freihandelsabkommen zwischen Kolumbien und den USA sowie auch der EU zu sehen, gleichzeitig steht mit TTIP auch Europa vor der Entscheidung über ein neues Saatgutgesetz und einen Freihandelsvertrag mit den USA. Über die Risiken solcher Abkommen wollen wir im Anschluss an den Film mit Thorsten Schulz vom Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika sprechen.