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Kommenden Mittwoch beginnt unsere Veranstaltungsreihe im Sommersemester unter dem Titel “Umweltpolitik in Lateinamerika”:

“La Voz del Gualcarque” – Kampf gegen Agua Zarca

/// Film und Gespräch mit den Filmemachern aus Honduras (Menschenrechskollektiv CADEHO) ///

Mittwoch, 18.5.16, 19 Uhr – Radio Corax (Unterberg 11)

Der Mord an Berta Cáceres, Koordinatorin des Zivilen Rats der Indigenen- und Basisorganisationen von Honduras (COPINH), ist die Eskalation einer Reihe von kriminellen Strategien der Betreiberfirma DESA und der honduranischen Regierung im Zusammenhang mit dem Bau des Wasserkraftswerks Agua Zarca im Westen von Honduras. Er steht exemplarisch für einen Staat, in dem Straffreiheit, Korruption und Menschenrechtsverletzungen seit Jahren in einem erschreckenden Ausmaß existieren – in einem Staat, der nach dem Putsch im Jahr 2009 sein Wirtschaften auf das extraktivistische Modell umgestellt hat.

Mit dieser Veranstaltung wollen solidaridad e.V. und CADEHO auf die aktuelle Situation in Honduras aufmerksam machen. Es wird der Dokumentarfilm “La Voz del Gualcarque” gezeigt, der den Kampf von ihr gemeinsam mit COPINH gegen Agua Zarca dokumentiert. Im Anschluss werden die/der Filmemacher*in und Aktivist*in vom Menschenrechtskollektiv CADEHO für ein Gespräch zur Verfügung stehen. Sie kannten Berta Cáceres persönlich und werden über die aktuellen Entwicklungen informieren.

Film “La Voz del Gualcarque”; Honduras 2015 / 46 Minuten / span. mit dt. UT / Ocote-Films

   

Filmreihe “Globale in Halle” im April 2016

La Buena Vida – Das Gute Leben

Filmpräsentation und Hintergrundgespräch

Referentin: Laura Löbers (Anti-Braunkohle-Bewegung / Klimacamp Rheinland)
Wann: 18.04.2016, 20 Uhr
Wo: Luchs.Kino am Zoo

Vor dem Hintergrund des weltweit steigenden Energiekonsums wird die Geschichte des indigenen Dorfes Tamaquito erzählt, oder besser: die Geschichte seines Verschwindens. Der Film porträtiert die Wayúu, deren Wälder für den Steinkohletagebau “El Cerrejón” weichen müssen. Seit 2006 laufen zähe Verhandlungen mit Konzernvertretern, doch der Kampf um die sattgrüne Heimat ist aussichtlos. Auch wenn die Wayúu keinen Wert auf moderne Häuser mit Stromversorgung und ein so genanntes «besseres Leben» legen, die Konzerne, gestützt von Staat und Welthandel, drängen auf Umsiedlung. An diesem brutalen Geschäft haben auch deutsche Unternehmen Anteil: Kolumbien gehört zu den wichtigsten Lieferanten der deutschen Stromversorger.

Im Anschluss an den Film wird Laura Löbers zu Gast sein, die sich in der Anti-Braunkohle-Bewegung engagiert und seit einigen Jahren das Klimacamp im Rheinland mitorganisiert. Mit ihr wollen wir über den Bezug zu deutschen Stromversorgern sowie die deutsche und internationale Bündnisarbeit sprechen.

   

Unser neuer Blog:

Viajando Soli

Solidaridad e.V. hat sich in den zehn Jahren seines Bestehens stets dem Austausch mit Lateinamerika verschrieben, der Information und dem Kontakt auf politisch engagierter, wissenschaflicher und kultureller Ebene. Mehr und mehr überwog dabei die Seite unserer Arbeit, die vor Ort in Deutschland (genauer: in Halle/Saale) stattfindet. Glückliche Umstände führen nun dazu, dass sich im Februar und März 2016 Mitglieder unseres Vereins – aus ganz verschiedenen Gründen – in sechs verschiedenen Ländern der Amerikas aufhalten. Wir wollen dies dazu nutzen, um kritische, zwingend individuelle Einblicke in die Realitäten der latein-amerikanischen Gesellschaften zu geben. Auf unserem Blog Viajando Soli gibt es nun deshalb spannende Berichte und Impressionen aus dem Amerikas.

   
 

Es ist Zeit sich solidarisch zu zeigen! Wir laden herzlich ein zur 

Soli-Party 

Am 13.11.15 ab 16 Uhr wird es in der Goldenen Rose ein buntes Programm aus Workshops, Musik und Vortrag geben.
Alle gesammelten Spenden diesen Abends gehen an Organisationen, die sich der Flüchtlingsarbeit verschrieben haben.
Wir sind außerdem immer auf der Suche nach neuen, engagierten Mitstreitern und Mitstreiterinnen. Kommt vorbei, lernt uns kennen und engagiert euch für einen guten Zweck!

P R O G R A M M
16 Uhr | Kaffee & Kuchen
17 Uhr | Workshops (Tango, Upcycling, Empanadas, Jamsession)
18 Uhr | Vortrag
19 Uhr | Konzert
20 Uhr | Musik & Getränke  

Viele Hände schaffen viel Solidarität, also kommt vorbei und feiert mit uns!

   

Veranstaltungsreihe im Wintersemester 2015/16:

Justiz & Recht in Lateinamerika

Die aktuelle Reihe des solidaridad e.V. läuft bereits und auch dieses Semester gibt es wieder spannende Diskussionsabende, diesesmal rund um das Thema Justiz & Recht in Lateinamerika.

Den Auftakt machte Alfredo Pascual zur Legalisierung von Cannabis in Uruguay. Es bleiben noch die folgenden Abende:

  • 13.11.15, 18 Uhr (Goldene Rose):
    Postkolonialer Kosmopolitismus – Eine philosophische Perspektive auf die Rechte der Anderen (Dr. Stefan Knauss, MLU Halle)
  • 9.12.15, 19 Uhr (Radio Corax):
    Abortion Laws, Feminist Movement and Religious Influence in Latin America (Amadea und Ester – e*vibes Dresden)

Wir laden euch herzlich ein und freuen uns auf spannende Abende!

   

Veranstaltungsreihe im SoSe 2015: “Feministische Perspektiven aus Lateinamerika”

Über Fortschritte und Rückschläge: Indigene Frauen in den Anden und ihr Kampf um die Vewirklichung ihrer Menschenrechte

Referentin: Anna Barrera
Wann: 01.07.15, 19 Uhr
Wo: Radio CORAX (Unterberg 11)


Indigene Frauen in Lateinamerika sind aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sozio-ökonomischen Situation und ihrer enthnisch-kulturellen Identität vielfachen Benachteiligungen ausgesetzt. Der Vortrag skizziert aktuelle Entwicklungen hinsichtlich der Situation indigener Frauen in Bereichen wie dem Zugang zum Gesundheitswesen, Bildung, Arneitsmarkt, politischer Teilhabe und der Justiz.

Anhand konkreter Beispiele wird aufgezeigt, welche Forderungen indigene Frauen in Bezug auf die Umsetzung ihrer Menschenrechte aufstellen, inwiefern Fortschritte in diesen Bereichen erzielt werden konnten, und vor welche Herausforderungen indigene Organisation, lateinamerikanische Staaten und Gesamtgesellschaften gestellt sind, um die Diskriminierung indigener Frauen nachhaltig zu verringern.

   

Veranstaltungsreihe im SoSe 2015: “Feministische Perspektiven aus Lateinamerika”

Frauenbewegungen in Guatemala

Referentin: Dr. Eva Kalny
Wann: 10.06.15, 19 Uhr
Wo: Radio CORAX (Unterberg 11)


Frauen organisieren sich in Guatemala in sehr unterschiedlichen Formen und engagieren sich für unterschiedliche Themen. Als soziale Bewegungen sind sie durch politische und ökonomische Rahmenbedingungen geformt, agieren in und gegen diese und versuchen sie zu beeinflussen.

Guatemala ist ein sehr heterogenes Land mit mehrheitlich indigener Maya-Bevölkerung und großer sozialer Ungleichheit. Der bis 1996 dauerned Bürgerkrieg mit genozidalen Phasen sowie aktuell hohe Mordraten prägen die Gesellschaft. Wie beeiflusst dies Frauenbewegungen und ihre Arbeit? Welche Strategien verfolgen sie?

 

 

Filmreihe “Globale in Halle” im März 2015

9.70

Filmpräsentation und Hintergrundgespräch

Referent: Thorsten Schulz (Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika)
Wann: 09.03.2015, 20 Uhr
Wo: Luchs.Kino am Zoo

Die Dokumentation „9.70“ erzählt die Geschichte des Freihandelsabkommens zwischen Kolumbien und den USA und dessen Auswirkungen auf kolumbianische Kleinbauern. Im Rahmen des Abkommens wurde im Jahr 2010 die Richtlinie 9.70 erschaffen: Alle nicht registrierten Pflanzensorten in Kolumbien wurden grundsätzlich verboten und die Bauern so dazu gezwungen, neues zertifiziertes Saatgut zu kaufen. So wurde beispielsweise Reis, der von kolumbianischen Kleinbauern traditionell für die Aussaat im nächsten Jahr aufgehoben wird, tonnenweise vernichtet und den Bauern mit Gefängnis gedroht. Erst durch die Ausstrahlung des Dokumentarfilms im nationalen Fernsehen und aufgrund massiver anhaltender Proteste ist die Richtlinie seit 2013 nun teilweise außer Kraft gesetzt.

Die Verordnung 9.70 ist in direktem Zusammenhang mit den Freihandelsabkommen zwischen Kolumbien und den USA sowie auch der EU zu sehen, gleichzeitig steht mit TTIP auch Europa vor der Entscheidung über ein neues Saatgutgesetz und einen Freihandelsvertrag mit den USA. Über die Risiken solcher Abkommen wollen wir im Anschluss an den Film mit Thorsten Schulz vom Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika sprechen.

 

 

Vortragsreihe “Politik und Perspektiven der Menschenrechte in Lateinamerika”

Mexiko als migrierendes Land. Gewalt gegen Migrant_innen an der Grenze zwischen Mexiko und den USA


Referentin: Dr. Lizette Jacinto (Uni Köln)
Wann: 04.12.14, 20 Uhr
Wo: Goldene Rose (Rannische Straße 19)


Lizette Jacinto arbeitet am Historischen Institut der Universität Köln in der Abteilung für iberische und lateinamerikanische Geschichte. Sie beschäftigt sich mit aktuellen Fragen der Migration, Gewalt und Menschenrechte im geopolitischen Raum der Grenze zwischen USA und Mexiko. In ihrem Vortrag behandelt sie die Anwendung extremer Gewalt gegenüber Migrant_innen, ihre institutionelle Geschichte sowie die gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Folgen, welche sich für beide Staaten daraus ergeben.

Der Vortrag findet auf spanisch statt!

Wir freuen uns auf euer Kommen und wünschen euch bis dahin einen guten Start in die Vorweihnachtszeit!

 
   

Liebe Freund*innen des solidaridad e.V.,

am Donnerstag, 20.11.14, starten wir um 19 Uhr in der Goldenen Rose in unsere Vortragsreihe rund um das Thema

Politik und Perspektiven der Menschenrechte in Lateinamerika.

Der erste Vortrag bietet einen thematischen Einstieg unter dem Titel: „Lateinamerika und die Menschenrechte, ein schwieriges Verhältnis? Historische und systematische Überlegungen“ Stefan Knaus (Uni Halle) betrachtet darin Gerechtigkeitskonzepte lateinamerikanischer Politik und stellt die provokante Frage: Dient ein universales Konzept der Menschenrechte dem Schutz oder der Bevormundung von Menschen?

Weitere Termine der Vortragsreihe sind:

  • 4.12.14, 20 Uhr (Goldene Rose): “Mexiko als migrierendes Land. Gewalt gegen Migranten an der nördlichen Grenze zwischen Mexiko und USA” – Referentin: Dr. Lizette Jacinto (Uni Köln)
  • 15.01.15, 19 Uhr (Goldene Rose): “Indigenes Recht in Ecuador” – Referentin: Daniela Célleri (Uni Hannover)
  • 21.01.15, 19 Uhr (Goldene Rose): “Menschenrechte und die Kolonialität der Macht” – Sebastian Garbe (Uni Gießen)

Wir freuen uns auf spannende Abende und laden euch herzlich dazu ein!

 
   

12.-19. Oktober im Künstlerhaus 188

El pueblo dividido!?
Internationale Venezuelatage

Der Schein des Sommerlochs trügt, denn der solidaridad e.V. läuft auf Hochtouren: In Kooperation mit Radio Corax und Aprender Juntos veranstalten wir vom 12.-19.10.14 die Internationalen Venezuelatage unter dem Titel “El pueblo dividido!?”.

Euch erwarten unter anderem die Themengebiete Geschlechterrollen und Feminismus, Kunst und Kommunikation, Gesellschaftliche Utopien und Kämpfe sowie Organisation von Arbeit. Durch internationale Begegnung, künsterische und medienpraktische Workshops, Film, Radio, Podien, Vorträge und Diskussionen werden wir uns intensiv einer venezolanischen Wirklichkeit nähern, die sich nicht auf einen Konflikt zwischen regierenden Chavistas und ihrer Opposition reduzieren lässt.

Kultureller Höhepunkt der Woche wird die Abschlussfeier inklusive Jamsession mit Horacio Blanco von Desorden Público am 18.10. Weitere Infos zu Programm und Anmeldung findet ihr unter:

http://semanavenezolana.com/

 

   

Veranstaltungsreihe im SoSe 2014: “Religion und Spiritualität in Lateinamerika”

Zwischen afro-karibischer Spiritualität und touristischem Lifestyle: Die Santería auf Kuba

Referentin: Martina Urioste-Buschmann (Hannover)
Wann: 16.07.2014, 20 Uhr
Wo: Goldene Rose (Rannische Straße 19)

Die kubanische Santería gilt heutzutage als eine häufig praktizierte Religion auf Kuba.
Synkretistisch vereint sie Elemente westafrikanischer und katholisch-christlicher Glaubensformen in sich, die einst von afrikanischen Sklaven und spanischen Kolonisatoren auf die Insel gebracht wurden. Seit den 1990er Jahren erfreut sich die Santería einer steigenden Popularitat auf Kuba, was sowohl auf die politische und wirtschaftliche Öffnung des Landes, als auch auf eine steigende touristische Nachfrage nach afro-kubanischer Folklore zurückzuführen ist.
Welche Lebensbewältigungsstrategien bietet diese Religion im Alltag? Handelt es sich bei der
Santería heutzutage um einen popkulturellen Exportschlager?
Der Vortrag skizziert die historische Entwicklung dieser Religion und zeigt anhand von Beispielen, welche gesellschaftliche Rolle die Santería im kubanischen Alltag heute spielt und welchen Niederschlag sie innerhalb der kubanischen Kulturproduktion auf der Insel und in der Diaspora findet.

Die Veranstaltung findet statt als Kooperation zwischen solidaridad e.V., dem ALV Alternatives Vorlesungsverzeichnis und dem StuRa der MLU.

   

¡CONSCIENCIA Y CREATIVIDAD! Das Proyecto Consciente stellt sich vor

Referentinnen: Tina Jakob, Clara Guardado (Bern, Morazán/El Salvador)
Wann: 15.07.2014, 20 Uhr
Wo: Goldene Rose (Rannische Straße 19)

PROYECTO CONSCIENTE ist eine Initiative für kreative und kritische Bildung, welche im Winter 2012 im Nordosten von El Salvador entstanden ist. Die Aktivitäten werden von jungen Leuten aus El Salvador koordiniert und von einem Schweizer Unterstützungsverein finanziell getragen.

Dank dieser Zusammenarbeit konnten in Morazán, der ärmsten Region von El Salvador, bereits viele kleine Veränderungen herbeigeführt. Neben diversen kreativen Kursen, Exkursionen und der Einrichtung einer Schulbibliothek zählt ein eigenes Stipendienprogramm zu den Erfolgen des Vereins, mit dem Jugendlichen aus ärmeren Verhältnissen der Besuch des Gymnasiums ermöglicht wird. Im Zentrum der Bildungsarbeit steht dabei immer die Emanzipation junger Frauen.

Tina Jakob und Clara Guardado Torrez berichten von ihrer Arbeit und ordnen diese in ein gesellschaftliches Spannungsfeld ein, welches auch und besonders durch das schmerzhafte (Nicht-)Erinnern an einen blutigen Bürgerkrieg bestimmt wird.

- Ein Kooperationsveranstaltung von Solidaridad e.V. und dem Fachschaftsrat der Neuphilologien -

   

Veranstaltungsreihe im SoSe 2014: “Religion und Spiritualität in Lateinamerika”

Dem Guten Leben Raum geben – Heilige Orte als Indizien und Wegweiser zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft in plurinationalen Staaten?

Referent: Dipl.-Ing. Angelika Manner (Wien, Halle)
Wann: 04.06.2014, 20 Uhr
Wo: Goldene Rose (Rannische Straße 19)

Heilige Orte sind angesichts von Ressourcenverknappung und Umweltzerstörung ein meist eher marginales Thema in Raumpolitik und –planung, denn für die Zukunft der Menschheit erscheinen Erstere vordringlicher. Dennoch gibt es immer mehr Initiativen zum Erhalt heiliger Orte, die gerade auf deren Bedeutung für Zukunftsfähigkeit verweisen.

Ecuador hat sich per Verfassung 2008 zum Ziel gesetzt, einen alternativen Weg zur klassischen Entwicklung zu gehen um Naturausbeutung und Ungleichverteilung zu reduzieren: Dieses Buen Vivir wurzelt in der indigenen Kosmovision mit ihrer ganzheitlichen Betrachtung des Lebens, auch in seiner spirituellen u. kulturellen Dimension: Es geht um das harmonische Sich-Einfinden in die Schöpfung. Die Konkretisierung solch visionärer politischer Ziele birgt aber auch die Gefahr, letztlich doch auf lediglich verbal verbrämte „eingefahrene Wege“ zurückzugreifen.

Welche Rolle spielen heilige Orte in diesen Prozessen? Was kann aus ihren räumlichen Strukturen und ihrem aktuellen Zustand gelernt werden über die Wurzeln sozialer und ökologischer Probleme und den „Umsetzungsstand“ des Buen Vivir? Wie ist ihrer gesellschaftlichen Bedeutung und im Sinne von Buen Vivir angemessen mit ihnen planerisch umzugehen? Was sind die Potenziale für Buen Vivir – für ein harmonisches Zusammenleben mit sich selbst, seinen Mitmenschen und dem Großen Ganzen?

Die Referentin forscht seit Oktober 2011 am Institut für Geowissenschaften und Geografie der MLU im Fachgebiet Raum- und Umweltplanung zum Dissertationsprojekt “Dem Guten Leben Raum geben“.

   

Veranstaltungsreihe im SoSe 2014: “Religion und Spiritualität in Lateinamerika”

Mit der Hilfe Gottes? Die Militärdiktaturen in Argentinien und Chile und die katholische Kirche

Referent: Dr. Stephan Ruderer (Münster)
Wann: 28.05.2014, 20 Uhr
Wo: Goldene Rose (Rannische Straße 19)

Der Vortrag untersucht die religiöse Argumentation gegenüber der Gewalt während der chilenischen und argentinischen Militärdiktatur in den 70er und 80er Jahren. Sowohl die chilenische als auch die argentinische Diktatur beriefen sich in ihrem gewalttätigen Eingreifen gegen die eigene Bevölkerung auf religiöse Argumente. Der jeweiligen katholischen Nationalkirche kam somit ein hohes Legitimierungspotential zu, das die Kirchenführung in den beiden Ländern unterschiedlich genutzt hat. Es soll gezeigt werden, welche theologischen Diskurse das Militär und die Landeskirchen heranzogen, um die Gewalt (und damit das Problem der Menschenrechtsverletzungen) zu begründen bzw. abzulehnen, wobei die Einflüsse und Ursprünge dieses Diskurses jeweils nachvollzogen werden sollen. Auf diese Weise können die religiöse Legitimation bzw. Delegitimation von Gewalt in einem synchronen Vergleich in ähnlich gelagerten politischen Kontexten untersucht und Gründe für das unterschiedliche Verhalten der jeweiligen Ortskirchen diskutiert werden.

   

Veranstaltungsreihe im SoSe 2014: “Religion und Spiritualität in Lateinamerika”

Mediatisierung von Religion: Ikonographie des Glaubens der Gegenwart

Referent: Peter Grüttner (Halle)
Wann: 07.05.2014, 20 Uhr
Wo: Goldene Rose (Rannische Straße 19)

Der XXVIII. Weltjugendtag (WJT), der 2013 in Rio de Janeiro stattfand, gilt mit mehr als 4 Mio Teilnehmern als eines der größten organisierten Zusammentreffen von Anhänger_innen der römisch-katholischen Kirche. Da in der heutigen Zeit immer mehr religiöse Akteure um Gläubige konkurrieren und sich die römisch-katholische Kirche (nicht nur) in Brasilien mit der immer weiter erstarkenden Pfingstbewegung konfrontiert sieht, gewinnt die Idee des branding religion (die mediatisierte Markeninszenierung von Glaubensangeboten) an Bedeutung. Mit dem Ziel, den höchst individuellen, „eigenen Gott“ für Gläubige (wieder-) zu erschaffen, bedienen sich religiöse Akteure einer bedeutungstragenden aber doch zugleich deutungsoffenen Ikonographie. Der Vortrag zeigt und analysiert, wie sich vor, während und nach dem Mega-Event des WJT die Symbole des Religiösen und Politischen vermischten und untersucht die vielfältigen ikonographischen Inszenierungen auf der Repräsentationsebene in den Landesmedien.

   

Veranstaltungsreihe im SoSe 2014: “Religion und Spiritualität in Lateinamerika”

Eine zwiespältige Mission: Die Jesuiten in der Frühphase der Conquista

Referent: Stefan Knauß (SCM Halle)
Wann: 24.04.2014, 18 Uhr
Wo: Goldene Rose (Rannische Straße 19)

Bei der portugiesischen Besiedlung des heutigen Brasiliens waren jesuitische Geistliche von Anfang an als Begleiter der Krone dabei. Sie waren dabei Nutznießer, Unterstützer, aber auch kritische Beobachter der Besiedlungspraxis, die sie nach ihren eigenen Idealen der christlichen Mission zu beeinflussen suchten. Sie befanden sich in einem permanenten Zwiespalt zwischen ihren religiösen Zielen, die auf eine Konvertierung der Ur-Einwohner zum katholischen Glauben ausgerichtet waren und dem pragmatischen Zwang, mit der Krone und den Siedlern zu kooperieren, um eine Chance auf die Verwirklichung ihrer Anliegen zu haben. Ihr Engagement reichte dabei von der administrativen Verwaltung, über die Beeinflussung der Gesetzgebung zur Befreiung der Indios bis hin zur umstrittenen Forderung, mehr afrikanische Arbeitssklaven zu “importieren”. Die sagenumwobenen Jesuiten-Reduktionen, die der Orden bis zu seiner Vertreibung unterhielt, sind ein schillerndes Beispiel für ihr im positiven wie im negativen Sinne “weltfremdes” Projekt eines Lebens im Namen Gottes.

   

Filmreihe “Globale in Halle”

Count Down am Xingu III

Filmpräsentation und Hintergrundgespräch

Referent: Christian Russau (M.A., Leipzig)
Wann: 14.04.2013, 20 Uhr
Wo: Luchs.Kino

Für die Indigenen des brasilianischen Amazonasgebietes ist der Xingu ein heiliger Fluss. Doch der bislang unberührte Strom soll umgeleitet und zu einer gewaltigen Talsperre aufgestaut werden: „Belo Monte“. Dafür lässt der staatseigene Konzern Norte Energia rund 600 qkm Urwald fluten und über 40 000 Menschen umsiedeln. Seit Jahrzehnten protestieren Indigene und lokale Bevölkerung vergeblich gegen das grösste von 70 weiteren geplanten Wasserkraftwerken im Amazonas. Am Xingu werden unterdessen vollendete Tatsachen geschaffen – auch mithilfe deutscher Unternehmen. Filmemacher Martin Keßler dokumentiert das drittgrößte Staudammprojekt der Welt und den andauernden Widerstand dagegen seit 2009 und informiert so über die Hintergründe der anhaltenden Zerstörung des Amazonas-Urwaldes.

Im anschließenden Filmgespräch wird Christian Russau von GegenStrömung – einer Initiative für menschenrechtskonformes Handeln von Unternehmen – für Fragen zur Verfügung stehen. Er ist Mitglied im Belo Monte-Netzwerk, das auf die katastrophalen Folgen von Großstaudämmen in Brasilien aufmerksam macht.

   

Veranstaltungsreihe im WiSe 2013/14

 

“Las Muchachas – Esclavas del servicio doméstico” (OmU)

Filmvorführung und Diskussion

Wann: Donnerstag, 16. Januar, 20 Uhr
Wo: Kino La Bim (Töpferplan 3)

“Die Sklaven des Haushaltes” ist ein Film der salvadorianischen Regisseurin Marcela Zamora. In El Salvador werden Haushelferinnen mit dem Namen “las muchachas” bezeichnet, was auf Deutsch soviel wie “die Mädels”bedeutet . Sie werden oft mit Missachtung behandelt und ähneln vom sozialen Status den afrikanischen Sklaven der Kolonialzeit. Sie müssen Uniform tragen, haben feste Stundenpläne und werden für einen geringen Lohn ausgebeutet. Demütigungen, sexuelle Belästigung und Vergewaltigung gehören zu den üblichen Erfahrung der “muchachas”. In diesem Dokumentarfilm brechen sie ihr Schweigen, um uns ihre Geschichten zu erzählen.

- eine Veranstaltung in Kooperation mit dem AK Alternatives Vorlesungsverzeichnis und der Zeitung “El Faro”-

 

 

Veranstaltungsreihe im WiSe 2013/14

Cui bono?

Entwicklungszusammenarbeit als Steigleiter und Fallstrick am Beispiel Nicaraguas

Referent: Kevin Gilger (Halle)
Wann: 11.12.2013, 20 Uhr
Wo: Goldene Rose (Rannische Straße 19)

Die jahrzehntelange internationale Entwicklungpolitik seitens der Industriestaaten lösten die Grundprobleme sogenannter „Dritte-Welt“-Staaten bisher nicht. Es erscheint sinnvoll zu hinterfragen, wessen Interessen durch die Entwicklungszusammenarbeit eigentlich bedient werden: Ist Entwicklungs-„Hilfe“ für die betroffenen Länder Segen oder Fluch – oder beides zugleich? Handelt es sich bei Entwicklungs-„Zusammenarbeit“ tatsächlich um eine kooperative Symbiose? Warum ist der Bundesregierung die „Entwicklung“ und der technische Fortschritt in Ländern des globalen Südens so wichtig, dass sie sogar ein eigenes Ministerium damit betraut hat? Welche Ziele verfolgen zivilgesellschaftliche Akteure?

Anhand des Fallbeispiels Nicaragua soll aufgezeigt werden, wie mittels der Dauer-Präsenz von ausländischen Nichtregierungs- und Regierungsorganisationen verhängnisvolle Abhängigkeitsstrukturen und ein Geber-Nehmer-Verhältnis zwischen Nord & Süd entstanden sind. Doch auch die positiven Effekte und Errungenschaften sollen beleuchtet werden.

- eine Veranstaltung in Kooperation mit dem ALV Alternatives Vorlesungsverzeichnis -

   

Regelmäßige Vereinstreffen

¡Únete! – Mach mit bei solidaridad e.V.

Während des Wintersemesters finden wieder jeweils am 1. und 3. Donnerstag im Monat unsere offenen Vereinstreffen statt. Wir treffen uns jeweils um 20 Uhr im Fortuna in der Großen Ulrichstraße.

Ihr seit alle herzlich eingeladen vorbeizukommen, uns kennen zu lernen und vor allem mitzumachen. In gemütlicher Runde erfahrt ihr, wer wir sind, wie der Verein funktioniert und dass die gemeinsame Arbeit viel Spaß macht.

Die nächsten Termine für dieses Semester sind:

24.10.2013                    07.11.2013

21.11.2013                    05.12.2013

 

Wir freuen uns auf euch,
¡Hasta pronto!

   

Vom 17. bis 19. Oktober 2013 findet in Halle ein Symposium zum Buen Vivir statt. Das Programm ist vielfältig & wir laden Sie herzlich ein teilzunehmen!

Nachhaltigkeit neu leben – Buen Vivir?
Das Gute Leben in Forschung, Schule und Alltag

Informationen zum Programm und zur Anmeldung gibt es auf www.buenvivir-in-halle.de.

Beim Buen Vivir ist geht es u.a. um ein “Zusammenleben in Vielfalt und Harmonie mit der Natur” (vgl. Präambel der ecuadorianischen Verfassung) und um ein Hinterfragen des derzeitigen Entwicklungs- und Wachstumsmodells. Mit dem Symposium möchten wir uns dem Konzept nähern und schauen, welche Impulse es geben kann für Diskurse hierzulande – zB zur Bildung für nachhaltige Entwicklung, zu Commoning oder neuen Wohlstandsindikatoren. Welche weiteren Ansätze zum Guten Leben gibt es und welche Rolle können sie in der Bildung spielen?

Themen wie Tiefenökologie, die Dekolonialisierung von Wissenschaft und andine Philosophie werden das Symposium bereichern. Per Videokonferenz begrüßt uns Alberto Acosta, Präsident der verfassungsgebenden Versammlung Ecuadors, als das buen vivir in der Verfassung verankert wurde. Mit einem Beitrag über die Anregungen durch das buen vivir und wie es für die Hochschulbildung weitergedacht werden kann, bereichert Dr. Marco Rieckmann von der Universität Lüneburg und Vorsitzender der Kommission Bildung für nachhaltige Entwicklung der deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften das Symposium. Die Brücke zur Schule schlägt u.a. das Welthaus Bielefeld, was uns Einblick in den für die Klassen 8 und 9 konzipierten Workshop „Buen vivir – was heißt gutes Leben?“ gibt.

Wir freuen uns auf fachübergreifende Begegnungen und ein Entdecken des „Guten Lebens“ – herzlich Willkommen!

   

Veranstaltungsreihe im SoSe 2013: “Migration”

Migration zwischen Nicaragua und Costa Rica

Referentin: Julia Schünzel (MLU Halle)
Wann: 10.07.2013, 20 Uhr
Wo: Goldene Rose (Rannische Straße 19)

Schätzungen gehen davon aus, dass jedeR fünfte NicaraguanerIn außerhalb des Landes lebt. Bedingt durch hohe Jugendarbeitslosigkeit und einem generellen Mangel an Arbeitsmöglichkeiten lebt und arbeitet der größte Teil der EmigrantInnen im Nachbarstaat Costa Rica. Als zweitärmstes Land Lateinamerikas mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung der Welt steht Nicaragua in krassem Gegensatz zu Costa Rica, das auch als “die Schweiz Amerikas” bezeichnet wird. Wie konnten sich zwei Nachbarstaaten in so unterschiedliche Richtungen entwickeln? Welche ökonomischen Auswirkungen hat die Migration auf beide Staaten und wie gehen Bevölkerung und Politik damit um? Die Referentin studiert Romanistik und Wirtschaftswissenschaften und arbeitet gerade an ihrer Abschlussarbeit zum Thema. Der Vortrag wird sich mit den Hintergründen und Auswirkungen der massiven Arbeitsmigration beschäftigen.

Veranstaltungsreihe SoSe 2013: Migration
   

Veranstaltungsreihe im SoSe 2013: “Migration”

Sport und Migration in Lateinamerika

Referent: Martin Schröder (M.A., Leipzig)
Wann: 26.06.2013, 20 Uhr
Wo: Goldene Rose (Rannische Straße 19)

Unterhaltung der Massen, Leibesertüchtigung und individuelle Freizeitgestaltung – zu verschiedenen Zeiten und Gelegenheiten werden dem Sport zahlreiche Funktionen zugeschrieben. Vor allem aber ist er heute eines: ein Geschäft gewaltigen Ausmaßes.

Wie es sich für die kapitalistische Gesellschaft gehört, produziert dieses Geschäft Gewinner und Verlierer gleichermaßen: Während das Olympia- oder Fußballfieber gigantische Erlebnisparks aus dem Boden sprießen lässt, sucht die Bevölkerung der Favelas von Rio de Janeiro erzwungenermaßen das Weite. Die Größen des globalen Sportspektakels werden indessen fürstlich für die Promotion jener Bekleidung entlohnt, die ihre „Fans“ in den Sweatshops Mittelamerikas produzieren. Und in Europa? Millionäre oder nicht – rassistische Stereotype und unbedingter Leistungszwang treffen auch die „ArbeitsmigrantInnen“ des Spitzensports, wie an zahlreichen Beispielen gezeigt werden kann. Der Arbeitsmarkt Sport stellt indes für viele LateinamerikanerInnen einen ersehnten Ausweg aus der Armut dar, der das individuelle Scheitern impliziert.

Veranstaltungsreihe SoSe 2013: Migration
   

Veranstaltungsreihe im SoSe 2013: “Migration”

Grenzen überdenken: Die Figur des Chicanos

Mittwoch, 29.05.13 – 20 Uhr, Goldene Rose

Der Ausdruck „Chicano“ als umgangssprachliche Bezeichnung für lateinamerikanische MigrantInnen in den USA ist relativ neu. Woher kommt dieser Begriff und was genau bezeichnet er?
Auf Englisch drückt die Fremdbezeichnung des „Chicano“ die gewohnte stereotype Zuschreibung der kriminellen, illegalen MigrantInnen aus. Als Eigenbezeichnung der MigrantInnen wird er aber als Zeichen des Widerstandes auch positiv besetzt.
So gibt es eine wachsende Chicano-Bewegung, die versucht sowohl in der Kunst als auch in der Politik Widerhall zu finden. Wie können sich „Chicanos“ als Gruppe identifizieren und partizipieren? Inwiefern sind sie in der sich als multikulturell verstehenden Gesellschaft der USA repräsentiert? Mit diesen Fragen beschäftigen sich aktuell unterschiedliche TheoretikerInnen der „Chicano Studies“ und laden uns somit ein, über das Konzept „Grenze“ als Ganzes nachzudenken.

Zu Vortrag und Gespräch lädt dieses mal Carmen González, hallische Studentin aus El Salvador.

Wir freuen uns auf euch, ¡hasta entonces!

Veranstaltungsreihe SoSe 2013: Migration
   

Zum Tod von Hugo Chávez

Vor zwei Tagen ist Hugo Chávez Frias nach langer Krankheit gestorben. Da die Gründung unseres Vereins eng mit der Entwicklung in Venezuela und damit auch dem Wirken von Hugo Chávez zusammenhing, möchten wir an dieser Stelle einige Worte darüber verlieren, wofür wir unserem Gründungs- mitglied und langjährigem Vorsitzenden Christian Paschke das Wort überlassen:

Ich habe im Jahr 2005 an den Weltfestspielen in Caracas in Venezuela teilgenommen. Ziel der Weltfestspiele war es, Diskussions- und Austausch- prozesse zwischen progressiven Jugendlichen/jungen Erwachsenen über Ländergrenzen hinweg zu ermöglichen. Zugleich eröffnete die Veranstalt- ung aber noch viel mehr; wir Teilnehmer erhielten die Gelegenheit, uns ein eigenes Bild von den aktuellen Prozessen in Venezuela zu machen.

Was wir in Venezuela gesehen haben (beginnend mit dem Alphabetisie- rungskampagnen, der Schaffung medizinischer Grundstrukturen in den Armenviertels, die Versuche durch Kulturprogramme die afroamerikanische Kultur wiederzubeleben, die Umverteilung zugunsten der Ärmsten) hat uns alle tief beeindruckt. In Venezuela sah man eine Gesellschaft die fragend vorwärts schritt. Während die klassische Linke in Europa seit der (berechtigten) Niederlage von 1989 nur mit Abwehrkämpfen – keine Kürzungen bei Sozialleistungen, keine Kürzungen an der Hochschule, keine Angriffskriege etc. – beschäftigt war, erlebten wir mit Venezuela ein Land im Aufbruch. Mit riesigen Enthusiasmus und Energie machten sich die Leute daran, ihre Gesellschaft neu zu ordnen. In den Bildungsmissionen trafen wir auf Klassen, wo 3 Generationen (Großmutter, Mutter, Tochter) in einer Klasse wissbegierig das Alphabet lernten. An allen Ecken und Enden wurde man mit Büchern überhäuft und konnte (so man denn des spanischen hinreichend mächtig war oder einen netten Dolmetscher fand) über politi- sche Themen diskutieren. Begeisternd war auch, wie die Leute ihre neue (sozialistische) Verfassung verinnerlichten. Man hatte den Eindruck jeder wusste, was in der Verfassung stand und welche Rechte er aus dieser ableiten konnte.
Das Beeindruckendste war aber die Kraft der Utopie; den Mut sich eine Gesellschaft jenseits des Kapitalismus nicht nur vorzustellen sondern auch zu versuchen, diese durch aktive Schritte zu erreichen.

Mit dieser Entwicklung untrennbar verknüpft ist der Name Hugo Chávez. Er war für die sehr heterogene Bewegung in Venezuela eine gemeinsame Identifikationsfigur. Egal ob eher kommunistisch, sozialistisch oder sozial- demokratisch orientiert, ob aus der außerparlamentarischen Bewegung oder ob Mitglied der indigenen Bewegung Chávez war für sie alle ein legitimer Kooperations- und Bündnispartner.
Wer die übliche Zerstrittenheit der Linken kennt, kann den Wert einer solchen Integrationsleistung würdigen. Im Transformationsprozess hin zu einer partizipativen Gesellschaft, die auf den Fundamenten von Gleichheit und Selbstbestimmung aufbaut, war er stets jemand, der Kräfte für den gesellschaftlichen Wandel mobilisieren konnte. Mit seinen Visionen und Utopien von einer gerechteren Gesellschaft hat er das Leben vieler Menschen – auch meines – ungeheuer bereichert. Dafür wollte ich Ihm an dieser Stelle einfach Danke sagen und meine Trauer über seinen Tod zum Ausdruck bringen. Ich wünsche Ihm vom Herzen, dass die bolivarianische Revolution weiter an Kraft und Tiefe gewinnt.

Leb wohl, Commandante!

by ¡Que comunismo!    Some rights reserved

   

Protestbrief / In eigener Sache

Solidarität mit dem FV Courage e.V.!

Im vergangenen Jahr verhinderte ein breites Bündnis verschiedener Organisationen, zu denen auch solidaridad e.V. gehörte, die Verschärfung von § 51, Abs. 3 der Abgabenordnung. Nach den Plänen der Bundesregierung wäre die Anerkennung der Gemeinnützigkeit eines jeden Vereins davon abhängig gewesen, ob der Verfassungsschutz keine Einwände dagegen hat.

Damit wäre also jener Bock zum Obergärtner aufgestiegen, der in den letzten Jahren und Jahrzehnten nicht gerade als verlässliche Quelle seriöser Informationen über die Beschaffenheit gesellschaftlicher Strukturen zu überzeugen wusste. Ohne sich in Verschwörungsmythen zu verlieren kann man den bundesdeutschen Verfassungsschutzämtern getrost unterstellen, dass sie auf dem rechten Auge wohl mehr als eine kleine Sehschwäche hatten und haben. Dass jene demokratisch nicht zu kontrollierende Institution nun über die rechtliche Stellung aller Vereine bestimmen sollte, ist ein schlechter Witz.

Die geplante Verschärfung des besagten Paragraphen konnte zum Glück verhindert werden. Doch weiterhin KANN das jeweilige Finanzamt die Einschätzung des Verfassungsschutzes zur Grundlage ihrer Entscheidung über die Gemeinnützigkeit eines Vereins machen. So geschehen in Wuppertal im Dezember vergangenen Jahres: dem Frauenverband Courage e.V. wurde aufgrund zweifelhafte “Erkenntnisse” des LfV die Gemeinnützigkeit entzogen.

Wir haben einen Protestbrief an das Finanzamt geschrieben, um den FV Courage e.V. zu unterstützen.

 

 

Veranstaltungsreihe im WiSe 2012/13: “Abhängigkeit(en)”

Autonomie und Selbstaffirmation im Zapatismus

Referent: Gustavo Macedo, M.A. (UNAM; MLU Halle)
Wann: 17.01.2012, 20 Uhr
Wo: Goldene Rose (Rannische Straße 19)

Die mexikanischen Zapatisten üben seit nunmehr eineinhalb Jahrzehnten eine beachtliche Faszination auf ganz verschiedene Strömungen innerhalb der globalen Linken aus. Doch was steckt hinter der „Befreiungsbewegung“?

In seinem Vortrag versucht der Philosoph Gustavo Macedo eine Einordnung des Zapatismus anhand der Begriffe Autonomie und Selbstaffirmation. Anhand verschiedener Aspekte der zapatistischen Aktualität analysiert er ihr Verhältnis zu Staat und Nation.

   

 Veranstaltungsreihe im WiSe 2012/13: “Abhängigkeit(en)”

Chancen und Grenzen wirtschaftlicher Entwicklung im Prozess der Globalisierung

- Die Kupfermontanregionen Coquimbo (Chile) und Mansfeld (Preußen/Deutschland) im Vergleich -

Referent: Dr. Alf Zachäus (Sozialhistoriker, Halle)
Wann: 13.12.2012, 19 Uhr (!!!)
Wo: Goldene Rose (Rannische Straße 19)

Drei Transformationsprozesse bestimmten die Entwicklung des modernen Kapitalismus im 19. Jahrhundert maßgeblich: Von dyna- mischen Wirtschaftsregionen gingen Innovationsschübe aus, die eine Reihe industrieller Revolutionen induzierten.

Diese Umwälzungen auf regionaler Ebene standen in enger Wechsel-wirkung zu einer bis dahin beispiellosen Verdichtung globaler Aus- tauschbeziehungen und der Herausbildung neuer stark integrierter Wirtschaftsräume. Diese komparative Untersuchung der Geschichte der chilenischen Kupfermontanregion Coquimbo und Mansfelds geht folgenden Fragen nach: Warum konnte eine Region in einem Fall zu einer allgemeinen Industrialisierung beitragen? Weshalb blieb eine ökonomisch wie technologisch führende Region in einem anderen Fall isoliert und geriet ins Hintertreffen?

   

 Veranstaltungsreihe im WiSe 2012/13: “Abhängigkeit(en)”

Porno-Chanchada, Action-Crime und Nordestern:

- Brasilianisches Kino und sozioökonomische Abhängigkeiten -

Referent: Peter Grüttner, M.A. (MLU Halle)
Wann: 28.11.2012, 20 Uhr
Wo: Goldene Rose (Rannische Straße 19)

Ist im Zusammenhang mit brasilianischen Kino die Rede von sozioökonomischen Abhängigkeiten, denkt man zunächst an die sehr gegensätzlichen Darstellungen aus brasilianischen Großstädten, mit ihren armen, aber auch sehr reichen Bevölkerungsteilen.

Die filmische Beschäftigung mit Abhängigkeit(en) hat in Brasilien dabei eine Tradition, die weit zurückreicht und neben der Frage der gerechten Verteilung von Besitz, sich auch erstreckt auf Gender-Aspekte und gesellschaftliche Teilhabe. Ganz besonders auf der Produktionsseite ist der brasilianische Film in ein Netzwerk von Zwängen eingebettet: Bei Filmförderung, -Vertrieb und Filmgesetzgebung treten (längst überwunden geglaubte?) Abhängigkeiten wieder hervor.

Anhand von Beispielen beschäftigt sich der Vortrag mit der Frage, ob, wie und weshalb der brasilianische Film kulturelle und wirtschaftliche Abhängigkeiten (re-)produziert.

 

   

Veranstaltungsreihe im WiSe 2012/13: “Abhängigkeit(en)”

Die Geburt “Lateinamerikas”

- Von der imperialistischen Legitimationsfigur zum anti-imperialistischen Kampfbegriff -

Referent: Dr. Sven Schuster (KU Eichstätt)
Wann: 22.11.2012, 20 Uhr
Wo: Goldene Rose (Rannische Straße 19)

Der Begriff “Lateinamerika” beschreibt keineswegs einen einheitlichen und klar definierten Kulturraum. Es handelt sich vielmehr um ein geopolitisches Konzept, das erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Frankreich Napoleons III. entstand, und das von Anfang an der Legitimation imperialistischer Ansprüche diente.

Der eurozentrische Anspruch, die Völker der “lateinischen Rassen” zu vertreten, geriet für Frankreich jedoch schnell zu Desaster. Nach dem blutigen Ende der französischen Intervention in Mexiko, die im Schatten des US-amerikanischen Bürgerkrieges stattfand, übernahmen hingegen die Vereinigten Staaten von Amerika die Rolle des Hegemons auf dem Doppel-Kontinent. Aus dem sich allmählich steigernden Konflikt zwischen den USA und den Ländern südlich des Rio Grande entwickelte sich dann gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine neue Idee von “Lateinamerika”.

Zahlreiche Intellektuelle sahen in “Lateinamerika” nun einen grundverschiedenen Gegenpol zu Nordamerika. In den nachfolgenden Jahrzehnten eigneten sich auch deutlich breitere soziale Gruppen den Begriff an, wobei dessen politische Dimension immer schärfer wurde.

Bis heute ist allerdings die Frage offen geblieben, wer denn allerdings “Lateinamerikaner” sei und wer nicht. Was ist etwa mit den Afro-Amerikanern und den Indigenen? Müsste eine postkoloniale Begriffserweiterung nicht vielmehr die Schaffung “Afro-Indo-Lateinamerikas” zum Ziel haben?

 

 

Solidaridad e.V. und Radio CORAX präsentieren:

Radioworkshop für Lateinamerika-Interessierte

Am letzten November-Wochenende bietet euch solidaridad e.V. in Kooperation mit unseren Freunden von Radio CORAX einen Radioworkshop an. Insgesamt 10 StudentInnen können in drei Tagen lernen, wie man selbstständig Radiobeiträge und Interviews gestaltet, um die nächste Lateinamerikareise medial vor- und nachzubereiten.
 
Dabei ist vom Umgang mit der Technik über Interviewsituationen bis hin zu einem eigenen erstellten Beitrag alles dabei. Die einzelnen Einheiten werden dabei von erfahrenen TrainerInnen angeleitet.
 
Der Workshop soll helfen, die Arbeit mit dem Medium Radio zu erlernen, um sie für eure zukünftige Berichterstattung und Auseinandersetzung mit dem Kontinent Lateinamerika nutzen zu können. Die von euch erstellten Beiträge werden später im Programm von Radio CORAX präsentiert und können im Nachhinein auf der Webseite www.studis.radiocorax.de abgerufen werden.
 
Der Unkostenbeitrag für das Wochenende beträgt 10€. Wenn ihr Interesse und/oder Fragen habt, schreibt uns über Facebook oder per Mail an: solidaridad_intern@listi.jpberlin.de
 
 
Euer solidaridad e.V.
 
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Geplante Workshopzeiten:
 
Freitag,    23.11.12, 18:00 bis 21:00 Uhr
Samstag, 24.11.12, 10:00 bis 19:00 Uhr
Sonntag,  25.11.12, 10:00 bis 19:00 Uhr
   

Veranstaltungsreihe im SoSe 2012: “Soziale Kämpfe”

Die Kraft der Schmetterlinge

- ein Dokumentarfilm über alternative Lebensentwürfe in Selbstbestimmung -

Datum: 27. und 28.09.2012
Uhrzeit: 20 Uhr
Wo: Plan 3 / ehem. La Bim (Töpferplan 3)

“Die Kraft der Schmetterlinge” ist ein zweiteiliger Dokumentarfilm (OmU). Neben den Filmvorführungen werden auch Gespräche mit AktivistInnen des mexikanischen CACITA-Projekts stattfinden.

Der Film ist 2011 auf einer Reise von Mexiko nach Panama entstanden und handelt von Menschen in Mittelamerika, die statt auf Lösungen seitens ihrer Regierungen zu hoffen – sich zusammentun, sich organisieren und so eigene Lösungen und Alternativen schaffen.

Einsteigend mit der aktuellen Situation der indigenen Völker am Beispiel der Ngobe und Búgle in Panama gibt der erste Teil der Dokumentation Einblicke in vier selbstorganisierte Projekte, die einmal mehr deutlich machen, dass der “Norden” einiges vom “Süden” lernen könnte. Beispielsweise haben die Garífunas im Norden Honduras ein faszinierendes kostenloses und ganzheitliches Gesundheitssystem in einer Region aufgebaut, wo es vorher kaum medizinische Versorgung gab.

Der zweite Teil beschreibt weitere animierende praktische Beispiele, wie nachhaltiges Leben im Alltag gestaltet werden kann. Müllkunst, gemeinschaftlicher lokaler Tourismus, selbstbestimmte Medien, Solarküchen und Fahrradmaschinen sind beeindruckende Beispiele für Selbstbestimmung und Selbstverwaltung und zeigen, dass es Alternativen zum kapitalistischen System gibt.

   

Veranstaltungsreihe im SoSe 2012: “Soziale Kämpfe”

Reform, Revolution, Transformation?

 - Der Prozess der Unidad Popular -

Referent: Luis Ernesto Schmidt (Halle)
Wann: 11.09.2012, 20 Uhr
Wo: Goldene Rose (Rannische Straße 19)

Die Zeit der Unidad Popular in Chile, von 1970 bis 1973, weckt noch heute reges Interesse und übt geradezu Faszination auf viele fort- schrittlich gesinnte Menschen aus. Der Versuch, grundlegende gesellschaftliche Veränderungen auf friedlichem, gewaltlosem Wege zu erreichen, wurde letztlich blutig gestoppt.

War ein Erfolg überhaupt möglich? Welche Positionen vertraten die verschiedenen Kräfte der linken Regierung? Welche Positionen vertraten die gegnerischen und die feindlichen politischen Kräfte und welche Strategien und Taktiken verfolgten diese,  um die Regierung zu schwächen und letztendlich zu stürzen? Wie beurteilten die Gewerk-schaften und soziale Bewegungen die neue Regierung? Welche politischen Konzeptionen verteidigten die Kräfte der linken Opposition zur Regierung Allende? Welche Kräfte verursachten letztendlich den Sturz der Unidad Popular und wäre es möglich gewesen, den Putsch zu verhindern?

Welche Ähnlichkeiten und welche Unterschiede bestanden bzw. bestehen zwischen dem Prozess der Unidad Popular und heutigen Prozessen sozialer Veränderung in Lateinamerika, wie z.B. der Bolivarischen Revolution in Venezuela?

Diese und andere wichtige Fragen behandelt der Vortrag von Luis Ernesto Schmidt, Der Historiker und Ethnologe lebte zwanzig Jahre in Chile und kennt die Geschichte des Landes aus lebendigem eigenen Interesse und zum kleinen Teil Erfahrung.

   

Veranstaltungsreihe im SoSe 2012: “Soziale Kämpfe”

¿Venceremos? – Die Rolle Salvador Allendes in den sozialen Bewegungen Chiles

Referentin: Leonor Abujatum (Berlin)
Wann: 04.09.2012, 20 Uhr
Wo: Goldene Rose (Rannische Straße 19)

Nicht nur in Chile ist Salvador Allende ein Mythos. Auch für die europäische und deutsche Linke stellt er fortwährend einen prominenten Bezugspunkt dar. Am 42. Jahrestag der Wahl Allendes zum chilenischen Präsidenten geht die Referentin der Frage nach, welche Rolle der sozialistische Politiker bzw. seine konkrete Politik für die sozialen Bewegungen in Chile seit seinem Tod spielen. Welches Bild wird von ihm gezeichnet? Wer sieht sich heute als legitimer Erbe seiner Ideen? Oder spukt der Geist Allendes viel mehr durch europäische Debatten als durch chilenische Praxis?

   

Veranstaltungsreihe im SoSe 2012: “Soziale Kämpfe”

Nach den Wahlen:
wie geht es weiter in Mexiko?

Referentin: Tess Núñez Quiroga
Wann: 01.08.2012, 20 Uhr
Wo: Goldene Rose (Rannische Straße 19)

In den letzten Monaten ist einiges passiert in Mexiko: Während das Morden im sogennanten “Drogenkrieg” munter weitergeht, entstanden im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen neue Protestbündnisse wie z.B. Yo soy 132, die sich nicht nur gegen den Krieg, sondern auch gegen die verheerenden sozialen Missstände und die neoliberale Politik der Regierung wendeten – an welcher der neue Präsident, Enrique Peña Nieto, wohl kaum etwas ändern wird.

Tess Núñez Quiroga geht nun – einen Monat nach der Wahl – den Fragen nach, welche Folgen der Sieg von Peña Nieto für die weitere Entwicklung in Mexiko hat und wie es weitergeht mit den sozialen Bewegungen im Land.

 

 

Veranstaltungsreihe im SoSe 2012: “Soziale Kämpfe”

Radioaktivismus in Brasilien:
Die Rolle der freien Radios in den sozialen Kämpfen

- Vortrag und Diskussion zum Medienmachen Freier und Community Radios in Brasilien -

Referent: Nils Brock (FU Berlin)
Wann: 11.07.2012, 20 Uhr
Wo: Goldene Rose (Rannische Straße 19)

Obwohl Freie und Community Radios mittlerweile einen bedeutenden Bestandteil der brasilianischen Medienlandschaft darstellen, ist die rechtliche und praktische Situation der ProtagonistInnen vor Ort alles andere als rosig. Nils Brock beschäftigte sich in den vergangenen Jahren ausführlich mit den medialen Entwicklungen in Brasilien und kann aus erster Hand von den Gegebenheiten berichten.

   

 


Veranstaltungsreihe im SoSe 2014: “Religion und Spiritualität in Lateinamerika”

Dem Guten Leben Raum geben – Heilige Orte als Indizien und Wegweiser zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft in plurinationalen Staaten?

Referent: Dipl.-Ing. Angelika Manner (Wien, Halle)
Wann: 04.06.2014, 20 Uhr
Wo: Goldene Rose (Rannische Straße 19)

Heilige Orte sind angesichts von Ressourcenverknappung und Umweltzerstörung ein meist eher marginales Thema in Raumpolitik und –planung, denn für die Zukunft der Menschheit erscheinen Erstere vordringlicher. Dennoch gibt es immer mehr Initiativen zum Erhalt heiliger Orte, die gerade auf deren Bedeutung für Zukunftsfähigkeit verweisen.

Ecuador hat sich per Verfassung 2008 zum Ziel gesetzt, einen alternativen Weg zur klassischen Entwicklung zu gehen um Naturausbeutung und Ungleichverteilung zu reduzieren: Dieses Buen Vivir wurzelt in der indigenen Kosmovision mit ihrer ganzheitlichen Betrachtung des Lebens, auch in seiner spirituellen u. kulturellen Dimension: Es geht um das harmonische Sich-Einfinden in die Schöpfung. Die Konkretisierung solch visionärer politischer Ziele birgt aber auch die Gefahr, letztlich doch auf lediglich verbal verbrämte „eingefahrene Wege“ zurückzugreifen.

Welche Rolle spielen heilige Orte in diesen Prozessen? Was kann aus ihren räumlichen Strukturen und ihrem aktuellen Zustand gelernt werden über die Wurzeln sozialer und ökologischer Probleme und den „Umsetzungsstand“ des Buen Vivir? Wie ist ihrer gesellschaftlichen Bedeutung und im Sinne von Buen Vivir angemessen mit ihnen planerisch umzugehen? Was sind die Potenziale für Buen Vivir – für ein harmonisches Zusammenleben mit sich selbst, seinen Mitmenschen und dem Großen Ganzen?

Die Referentin forscht seit Oktober 2011 am Institut für Geowissenschaften und Geografie der MLU im Fachgebiet Raum- und Umweltplanung zum Dissertationsprojekt “Dem Guten Leben Raum geben“.